Die wichtigsten Funktionen

Bietet genaues Timing und Synchronisierung mit einem präemptiven Echtzeit-Kernel, der kürzere Latenzzeiten für erweiterte Anwendungs-Workloads ermöglicht, indem Anwendungs-Threads mit hoher Priorität identifiziert werden.

  • In den Echtzeit-Kernel integrierte hochauflösende Zeitgeber ermöglichen eine präzisere Messung von Zeitabschnitten.
  • Benutzerspezifischen Prozessen kann die höchste Priorität zugewiesen werden, damit sie ohne Verzögerung und VOR anderen Systemprozessen ausgeführt werden. Sie haben sogar Vorrang vor bestimmten Systemprozessen, wie etwa Spinlocks oder Hardware- und Software-Interrupts, die bei herkömmlichen Betriebssystemen nicht unterbrochen werden können.
  • Optimiert die Performance durch Unterbrechungsbearbeitung auf Geräteebene. Dank präziserer Kontrolle auf Geräteebene können Systemadministratoren nun ganz einfach und effektiv die Latenzzeiten von Systemen verkürzen und die Vorhersehbarkeit verbessern.
  • Dank eines adaptiven Sperralgorithmus für Kernel-Sperren ist es möglich, Aufgaben präemptiv in einen Wartezustand zu versetzen, sodass die CPU nicht mehr sofort freigegeben wird, wenn eine bestimmte Ressource für mehrere Aufgaben angefordert wurde. Durch die adaptiven Spinlocks verringert sich die Anzahl der Betriebssystem-Kontextwechsel, während gleichzeitig der Durchsatz erhöht und die Latenzzeiten bestimmter Anwendungen verkürzt werden.

Erhöht die Vorhersehbarkeit der Antwortzeiten geschäftskritischer Prozesse durch die Klassifizierung per Echtzeitplaner und ein hierarchisches Prioritätsschema, damit stets alles rechtzeitig fertiggestellt wird – selbst bei hohen Systemlasten.

  • In einigen Fällen spielt die Vorhersehbarkeit von Antwortzeiten sogar eine noch wichtigere Rolle als die absolute Geschwindigkeit oder Ausführungszeit eines Prozesses oder Anwendungs-Threads. Bei bestimmten Prozesssteuerungsanwendungen, Computersimulationen und hochleistungsfähigen Risikomanagement-Algorithmen müssen die Ausführungs-Threads exakt synchronisiert werden, damit das gesamte System ordnungsgemäß funktioniert.
  • Dank der Fähigkeit, wichtige Systemressourcen für die Ausführung von Prozessen mit hoher Priorität zu reservieren, kombiniert mit dem präemptiven Echtzeit-Kernel sind Sie in der Lage, die Planbarkeit zeit- und unternehmenskritischer Anwendungen zu verbessern. So wird sichergestellt, dass es nicht zu Ressourcenkonflikten oder unerwünschten Prozessunterbrechungen kommt, die Schwankungen bei Antwort- und Ausführungszeiten verursachen.
  • Der Echtzeitplaner sowie die Sperrmechanismen (Spinlocks) steigern die Leistung, ohne dass die Planbarkeit beeinträchtigt wird. Die Spinlocks wurden modifiziert, um Betriebssystem-Kontextwechsel beschleunigen und somit die Leistung durchsatzkritischer Workloads maßgeblich verbessern zu können.

Erhöht die Transparenz zeitkritischer Anwendungen für eine einfache Analyse zeitkritischer Anwendungen, Ermittlung von Engpässen und Verbesserung der Systemleistung.

  • In einigen Fällen ist es nicht möglich, Systemlatenzen noch stärker zu verkürzen. Der Grund hierfür sind Leistungsengpässe, die durch die Anwendung selbst oder ihre Architektur verursacht werden. Hinzu kommt, dass derartige Leistungsengpässe oftmals schwer zu identifizieren sind. Dies hindert Unternehmen daran, die Reaktionsfähigkeit von Systemen mit niedriger Latenz zu maximieren.
  • Im Lieferumfang enthaltene Tools zur Analyse und Fehlersuche gestatten eine mühelose Prüfung des Laufzeitverhaltens zeit- und unternehmenskritischer Anwendungen. Mithilfe dieser Tools werden Ressourcenengpässe problemlos erkannt, sodass Verbesserungsmaßnahmen auf spezifische Bereiche ausgerichtet werden können.
  • Detektoren für die Latenzzeit von Hardware und entsprechenden Reporting-Funktionen steigern die Transparenz zusätzlich. Latenzzeitbedingte Engpässe aufgrund des Hardware-BIOS (z. B. Unterbrechungen des Systemmanagements) lassen sich nun einfacher erkennen. Anhand von Histogrammen können im gesamten Hardware- und Software-Stack die Reduzierung der Latenzzeit priorisiert und die Leistung optimiert werden.

Steigert die Effizienz durch die Möglichkeit zur Kombination von Echtzeit- und Nicht-Echtzeit-Workloads in einer einzigen virtuellen Maschine.

  • Eine effiziente Virtualisierung für separate Systemkomponenten unterstützt den Aufbau von Systemen mit höherer Dichte. Es werden virtuelle Maschinen mit und ohne auf Echtzeitfunktionen angewiesenen Workloads auf nur einer einzelnen Maschine unterstützt, ohne dass sie sich gegenseitig beeinträchtigen.
  • Die Real Time-Verbesserungen umfassen den neuesten stabilen PREEMPT_RT-Kernel, Unterstützung für die aktuelle Precision Time Protocol-Version und die SCHED-DEADLINE-Planungsklasse. Für den Kernel wurde das Hardware-Enablement übernommen, damit Kunden Workloads auf neuen Hardwareplattformen ausführen können. Der Planer prognostiziert die Aufgabenplanung basierend auf den Anwendungsfristen, was ihn besonders nützlich für Echtzeit-Workloads macht.
  • Da Echtzeitanwendungen zuverlässiger und vorhersehbarer sind, können Sie ab sofort die durchschnittliche Auslastung Ihrer unterforderten Systeme ruhigen Gewissens erhöhen und dadurch effektiv Kapazitäten erweitern oder die Hardwarekosten pro Server senken.
  • Durch die Virtualisierungsunterstützung sinken die Hardwarekosten, da sich heterogene Umgebungen aus Echtzeitrechnern und virtuellen Maschinen oder eine höhere Dichte an Echtzeitinstanzen auf demselben Server unterstützen lassen.
  • Viele für die Berechnung von Handels- und Marktdaten vorgesehenen Server sind derzeit nur zu 5 bis 20 Prozent ausgelastet, da stark schwankende Handelsvolumen die Ressourcenanforderungen teils auf das bis zu 15-Fache ihres durchschnittlichen Volumens ansteigen lassen. Mit SUSE Linux Enterprise Real Time können dieselben Systeme im Durchschnitt zu 10 bis 40 Prozent ausgelastet werden. Dies bedeutet eine Halbierung der Hardwarekosten bei gleichzeitiger Einhaltung derselben Servicequalitätsvorgaben und Service Level Agreements.

Verbessert die Zuverlässigkeit von zeit- und geschäftskritischen Workloads durch die Priorisierung von Aufgaben und die Fähigkeit zur Priorisierung geschäftskritischer Prozesse.

  • In einer Echtzeitumgebung ausgeführte Anwendungen sind zuverlässiger als ihre Gegenstücke in Allzweck-Betriebssystemen, besonders bei hohen Systemlasten oder schwankenden und unvorhersehbaren Systemanforderungen.
  • Wichtige Hardwareressourcen werden von irrelevanten Threads und Prozessen isoliert und für die Ausführung kritischer Prozesse mit hoher Priorität reserviert. Somit weisen diese Prozesse stets eine vorhersehbare Leistung auf, unabhängig von der Gesamtbelastung des Systems und den übrigen nicht isolierten Ressourcen.

Technische Daten

Systemanforderungen

SUSE Linux Enterprise Real Time kann zwar auch auf Systemen mit nur einem Prozessor eingesetzt werden, die beste Leistung wird jedoch auf Multiprozessorsystemen erzielt. Es gelten folgende Mindestsystemanforderungen:

Mindestsystemanforderungen

512 MB physischer RAM

5 GB verfügbarer Festplattenspeicher

Unterstützte Prozessoren

x86_64

Empfohlene Systemanforderungen

Multicore-/Multiprozessorsystem

1 GB physischer RAM

10 GB verfügbarer Festplattenspeicher