fenaco sorgt mit SAP und SUSE für reibungslose digitale Prozesse – vom Feld bis auf den Tisch

Highlights

  • Stellt einen hochverfügbaren SAP-Betrieb sicher und ermöglicht sicherheitsrelevante Kernel-Updates ohne Reboot dank SUSE Linux Enterprise Live Patching.
  • Vereinfacht das Infrastrukturmanagement für rund 80 SAP-Systeme mit dem SUSE Multi-Linux Manager.
  • Erhöht die Sicherheit und Stabilität durch häufigere Updates und konsistente Systeme.
  • Minimiert den Administrationsaufwand, insbesondere durch automatisiertes Patch- und Konfigurationsmanagement.
  • Reduziert die Angriffsfläche und verbessert die Wartbarkeit durch eine gezielte Verschlankung des Betriebssystems.
  • Unterstützt hybride SAP-Umgebungen durch die zentrale Verwaltung von On-Premises- und Cloud-Systemen – mit identischen Funktionen auf allen Plattformen.
  • Sichert Lizenzflexibilität bei neuen Projekten dank volumenbasierter Lizenzierung im Rahmen des SUSE Volume License Agreement (VLA).
  • Schafft die Basis für eine reibungslose Migration auf SAP S/4HANA.

Produkte

Die fenaco ist die grösste Agrargenossenschaft der Schweiz. Sie befindet sich im Besitz von 137 landwirtschaftlichen Genossenschaften und ihren Mitgliedern, davon über 23.000 aktive Schweizer Bäuerinnen und Bauern. Um die Leistungsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe zu fördern, unterstützt die fenaco ihre Mitglieder mit Produkten, Dienstleistungen und Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Feld bis auf den Tisch. Dabei bietet die Genossenschaft über alle Produktionsmethoden hinweg Lösungen für eine nachhaltige, effiziente und marktorientierte Landwirtschaft.

Gleichzeitig übernimmt die fenaco landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Getreide, Kartoffeln, Fleisch, Eier, Gemüse und Obst, veredelt sie in eigenen Betrieben zu hochwertigen Lebensmitteln und vermarktet sie über unterschiedliche Kanäle. Neben den eigenen Läden der Marken LANDI und Volg beliefert die Genossenschaft auch weitere Detailhändler sowie Restaurantketten, Hotels, Spitäler und Heime. 

Zur fenaco gehören namhafte Marken, die in vier Geschäftsfeldern tätig sind: Agrar, Lebensmittelindustrie, Detailhandel und Energie. Mit über 11.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 7,3 Milliarden Schweizer Franken spielen die Unternehmen der Gruppe eine zentrale Rolle für die Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Lebensmitteln, Gütern des täglichen Gebrauchs und Energie.

Auf einen Blick

Die fenaco Genossenschaft nutzt SUSE-Technologien, um ihre umfangreiche SAP-Systemlandschaft hochverfügbar, sicher und flexibel zu betreiben. Durch die Kombination aus SUSE Linux Enterprise Server for SAP® applications, SUSE Multi-Linux Manager und SUSE Linux Enterprise Live Patching reduziert die fenaco Ausfallzeiten, verbessert die Effizienz des Systembetriebs und erhöht die Sicherheit ihrer hybriden IT-Infrastruktur. Kritische Geschäftsprozesse in der Lebensmittelproduktion, in der Logistik und im Handel bleiben so jederzeit verfügbar – auch während Security-Updates.

Betrieb von SAP-Anwendungen durch IT-Tochter BISON

Die fenaco versteht sich als Innovationstreiberin und fördert den Einsatz neuer Technologien in der Schweizer Land-, Ernährungs- und Energiewirtschaft. Wichtige Aufgaben übernimmt dabei das eigene Tochterunternehmen BISON: Als zentraler IT-Dienstleister entwickelt und betreibt BISON Softwarelösungen für digitale Geschäftsprozesse bei internen und externen Kunden. 

Eine strategische Bedeutung haben dabei heute Business-Anwendungen von SAP. BISON betreut unter anderem die geschäftskritischen SAP-Umgebungen der fenaco-Unternehmen Ernst Sutter, frigemo, RAMSEIER und Volg. Darüber hinaus steuert die fenaco zentrale Prozesse - etwa in den Bereichen HR und Finanzbuchhaltung - über SAP-Anwendungen. Diese werden ebenfalls von BISON bereitgestellt.

Der interne IT-Dienstleister BISON ist dafür verantwortlich, dass die SAP-Lösungen der fenaco-LANDI Gruppe jederzeit zuverlässig zur Verfügung stehen. „In der Apfelsaftproduktion bei RAMSEIER haben wir beispielsweise Systeme, die 24 Stunden am Tag laufen müssen – vor allem während der Erntesaison. Dann ist es extrem schwierig, einen Slot für die Wartung zu finden“, erklärt Marco Sudan, Service Owner SAP bei BISON. „Jede Minute, in der das System nicht verfügbar ist, bedeutet potenziell einen finanziellen Verlust.“

Auch andere Prozesse hängen direkt von der Verfügbarkeit der IT-Systeme ab: Kassensysteme in Dorfläden, Etikettendrucker für die Logistik oder Systeme zur Tourenplanung und Rampensteuerung im Warenumschlag – wenn das SAP-System ausfällt, steht der Betrieb still. Hochverfügbarkeit ist daher ein zentrales Ziel, um durchgängige Geschäftskontinuität sicherzustellen.

 „Für uns als IT-Dienstleister der fenaco ist es eine grosse Herausforderung, unsere Systeme immer aktuell zu halten, Sicherheitsupdates zeitnah einzuspielen und gleichzeitig die Verfügbarkeit für die Nutzerinnen und Nutzer nicht einzuschränken“, sagt Wynand Lauwrens, System-Spezialist bei BISON. „Gerade im SAP-Umfeld, wo viele Geschäftsprozesse in Echtzeit ablaufen, sind Ausfallzeiten kaum tolerierbar, da sie sich unmittelbar auf den Geschäftsbetrieb auswirken.“

SUSE gibt uns die Werkzeuge an die Hand, mit denen wir den Betriebsaufwand weiter reduzieren und unsere Systemlandschaften vereinheitlichen können. So können wir zukunftssichere, resiliente und skalierbare SAP-Umgebungen betreiben – flexibel anpassbar an die Anforderungen der einzelnen Tochterunternehmen und Geschäftseinheiten der fenaco.

Wynand Lauwrens System-Spezialist BISON Schweiz AG

Warum SUSE?

SUSE-Technologien bilden seit Jahren das Fundament für den SAP-Betrieb in der fenaco. Die Agrargenossenschaft arbeitet dabei mit Adfinis, einem erfahrenen SUSE-Vertriebspartner, zusammen, um die Lösungen von SUSE zu beschaffen und zu implementieren. BISON betreibt die gesamte SAP-Infrastruktur der Gruppe auf SUSE Linux Enterprise Server for SAP® applications. Die Plattform bietet eine speziell auf SAP-Workloads ausgelegte Systemumgebung mit optimierten Konfigurationen, Tools für automatisiertes Performance-Tuning und verlängerter Supportlaufzeit. Damit sorgt SUSE Linux Enterprise Server for SAP® applications für einen stabilen, performanten und wartungsfreundlichen Betrieb – sowohl für klassische SAP-Instanzen als auch für SAP S/4HANA. Die Plattform ist von SAP zertifiziert und wird offiziell für den produktiven Einsatz mit SAP-Anwendungen empfohlen.

Die SAP-Systeme der Unternehmen der fenaco-LANDI Gruppe sind auf zwei geografisch getrennte Rechenzentren verteilt – mit jeweils einer aktiven und einer passiven Seite. Die Daten werden kontinuierlich synchronisiert, so dass im Störungsfall ein schnelles Umschalten möglich ist. 

Um die Administration der verteilten, komplexen Infrastruktur zu vereinfachen, nutzt BISON den SUSE Multi-Linux Manager. Das Team von BISON verwaltet damit alle Linux-Systeme, auf denen die SAP-Applikations- und Datenbankserver der fenaco-Unternehmen ausgeführt werden, und reduziert so den operativen Aufwand.

„Der SUSE Multi-Linux Manager bietet uns eine vollständige Übersicht über den Zustand unserer Umgebung und stellt uns leistungsfähige Funktionen für das Patch- und Konfigurationsmanagement zur Verfügung“, erklärt Lauwrens. „Wir können damit alle Kundenumgebungen über eine einzige Konsole verwalten und sicherstellen, dass die einzelnen Server einer Umgebung immer aktuell und konsistent sind.“

Um den gestiegenen Anforderungen an die Verfügbarkeit der SAP-Anwendungen gerecht zu werden, implementierte BISON auch SUSE Linux Enterprise Live Patching. Diese Technologie ermöglicht es, sicherheitsrelevante Kernel-Updates im laufenden Betrieb einzuspielen – ohne dass ein Reboot der Linux-Systeme erforderlich ist. So bleiben geschäftskritische SAP-Anwendungen auch während sicherheitsrelevanter Wartungsarbeiten ohne Unterbrechung verfügbar. 

Die Mehrwerte der SUSE-Lösungen

Zuverlässige digitale Geschäftsprozesse

„SUSE Linux Enterprise Live Patching ist für uns ein echter Gamechanger“, betont Sudan. „Früher mussten wir bei jedem Sicherheitsupdate die Server neu starten. Dadurch standen auch SAP-Systeme für Produktions- und Logistikprozesse oft für eine Stunde oder länger nicht zur Verfügung. Heute können wir Sicherheitslücken sofort schliessen, während der Geschäftsbetrieb ungestört weiterläuft."

Reguläre Updates kann das Team von BISON mit dem SUSE Multi-Linux Manager ebenfalls effizient planen und umsetzen. Das Team testet neue Versionen zunächst auf internen Systemen, validiert sie und implementiert sie anschliessend Schritt für Schritt in den Produktivsystemen. Auch ein Rollback lässt sich bei Bedarf jederzeit durchführen, falls etwas nicht wie geplant funktioniert.

Durch die höhere Update-Frequenz verbessert BISON die Systemsicherheit und reduziert das Risiko ungeplanter Ausfälle deutlich. Gleichzeitig kann das IT-Team zeitnah auf neue Anforderungen reagieren, ohne die Stabilität der Geschäftsprozesse zu gefährden. Das schafft Vertrauen bei den internen Kunden und trägt massgeblich zur hohen Qualität des SAP-Betriebs bei.

Vereinfachtes Management der komplexen SAP-Infrastruktur

Der SUSE Multi-Linux Manager hilft dem Team von BISON, mit dem Wachstum der SAP-Landschaft Schritt zu halten und gleichzeitig die Komplexität beherrschbar zu machen. Inzwischen betreibt BISON rund 80 Linux-Instanzen für SAP – darunter Entwicklungs-, Test- und Produktionssysteme. Durch neue Mandanten, Software-Releases oder Infrastrukturprojekte verändert sich die Umgebung kontinuierlich und macht daher eine optimierte Verwaltung unerlässlich.

„Ohne eine zentrale Lösung wie den SUSE Multi-Linux Manager wäre es kaum möglich, den SAP-Betrieb effizient zu steuern“, sagt Lauwrens. „Wir können uns heute beispielsweise den Patch-Status und Systemzustand aller Systeme auf einen Blick anzeigen lassen. Über Gruppen und Filter haben wir zudem die Möglichkeit, die Systeme der einzelnen Kundenumgebungen gezielt zu aktualisieren, ohne jeden Server manuell anfassen zu müssen. Das spart nicht nur Zeit, sondern senkt auch das Fehlerrisiko erheblich.“

BISON behält mit dem SUSE Multi-Linux Manager jederzeit den Überblick über die SAP-Infrastruktur und kann alle Änderungen lückenlos nachvollziehen. Die Lösung stellt dem IT-Team zudem standardisierte Reports bereit – unter anderem zu Patchständen, Sicherheitslücken und installierten Softwarepaketen. Diese Informationen unterstützen das Team bei Audits, helfen bei der Risikobewertung und schaffen die notwendige Grundlage für einen sicheren und transparenten Betrieb der geschäftskritischen SAP-Systeme.

In Zukunft will BISON den SUSE Multi-Linux Manager noch stärker in Verbindung mit der Open-Source-Lösung Ansible nutzen, um wiederkehrende Konfigurations- und Installationsprozesse zu automatisieren und standardisierte Systemvorlagen bereitzustellen. Zudem arbeitet das Team daran, den Systemumfang von SUSE Linux Enterprise Server for SAP® applications gezielt zu verschlanken. Da das Betriebssystem modular aufgebaut ist, kann BISON exakt die Komponenten auswählen, die für die jeweiligen SAP-Anwendung erforderlich sind. Nicht benötigte Softwarepakete lassen sich mit dem SUSE Multi-Linux Manager identifizieren und entfernen, um die potenzielle Angriffsfläche zu reduzieren und die Wartbarkeit der Systeme zu verbessern.

Flexible Skalierbarkeit in hybriden SAP-Umgebungen

Ursprünglich liefen die SAP-Umgebungen der fenaco ausschliesslich in den eigenen Rechenzentren. Einzelne Unternehmen betreiben jedoch auch ihre SAP-Systeme in der Google Cloud Platform™ (GCP). Der Grund: „Die Cloud gibt uns die Möglichkeit, neue Umgebungen schnell bereitzustellen und bei Bedarf flexibel zu erweitern – ohne langfristige Investitionen in Hardware oder komplexe lokale Setups“, erklärt Marco Sudan. 

Mit dem SUSE Multi-Linux Manager ist BISON in der Lage, sowohl On-Premises- als auch Cloud-Systeme zentral zu verwalten – mit identischen Managementfunktionen auf allen Ebenen. Dazu zählen unter anderem das zentrale Patch- und Konfigurationsmanagement, Reporting, Überwachung sicherheitsrelevanter Schwachstellen sowie die Pflege konsistenter Update- und Lifecycle-Strategien über alle Instanzen hinweg.

Aktuell arbeitet BISON daran, auch die SAP-Systeme in GCP schrittweise in diese zentrale Verwaltung zu integrieren. Ziel ist es, künftig alle Systeme über eine gemeinsame Plattform zu steuern – unabhängig vom Standort. 

Das Volume License Agreement (VLA) zwischen SUSE und BISON unterstützt diese Strategie – insbesondere mit Blick auf hybride Szenarien. Neue Umgebungen lassen sich flexibel in der Cloud provisionieren und werden nachträglich nutzungsbasiert abgerechnet. „Das hilft uns, auch kurzfristig auf Kundenanforderungen zu reagieren, ohne sofort hohe Fixkosten zu erzeugen“, sagt Lauwrens. „Wir zahlen nur für die Kapazitäten, die wir tatsächlich in Anspruch nehmen.“

 

Wie geht es bei der fenaco weiter?

Bis spätestens 2029 muss die fenaco die Migration auf S/4HANA abgeschlossen haben. SUSE unterstützt diesen Transformationsprozess mit Best Practices aus erfolgreichen Migrationsprojekten, Tools für die Überwachung und Optimierung der Systemperformance sowie der Möglichkeit, bestehende Systeme parallel weiter zu betreiben – etwa über isolierte Instanzen für Testzwecke. Damit schafft SUSE die Grundlage, um die Migration zu SAP S/4HANA schrittweise, risikominimiert und unterbrechungsfrei umzusetzen.