High Performance Computing eröffnet neue Möglichkeiten
High Performance Computing (HPC) wird speziell für rechen- und datenintensive Aufgaben eingesetzt. Durch die Entwicklung kostengünstiger Hardware einerseits und unternehmensgeeigneter Linux-Distributionen andererseits verändert sich der HPC-Markt in rasantem Tempo. Symmetrische Multiprocessing-Server mit RISC/UNIX und herstellerspezifische Cluster-Plattformen werden immer weniger eingesetzt, während sich branchenübliche Linux-Server und -Cluster auf dem Vormarsch befinden. Linux hat sich inzwischen zum beliebtesten Cluster-Betriebssystem entwickelt. Gründe dafür sind seine Skalierbarkeit und Leistung, die Ähnlichkeit zu UNIX und die breite Auswahl an Open Source-Software und -Entwicklungstools.
Durch diesen Trend sind auch die Kosten für HPC-Systeme erheblich gesunken. Da die Rechenleistung innerhalb weniger Jahre um das Tausendfache angestiegen ist, profitieren nun deutlich mehr Unternehmen von „Supercomputern“ in Form eines HPC-Linux-Clusters.
Viele Unternehmen sehen sich gezwungen, den Platzbedarf für Server zu senken, die ständig wachsenden Leistungsanforderungen effektiv zu verwalten, neue und verbesserte Services einzurichten und die Produktivität zu steigern. HPC-Linux-Cluster sind eine ideale Lösung für diese Herausforderungen.
HPC ist nicht länger auf die traditionellen Anwendungen und Workloads beschränkt, die von technischen Benutzergruppen verwendet werden. Mittlerweile werden HPC-Systeme auch von Firmenkunden eingesetzt, z. B. für Anwendungen zur Finanzanalyse und Portfolioverwaltung, für digitale Sicherheit und Überwachung sowie für Programme zur Entscheidungsfindung.
Zudem werden HPC-Systeme immer häufiger für Geschäftszwecke verwendet, z. B. bei Data Warehouses, geschäftsrelevanten Anwendungen oder zur Transaktionsverarbeitung. Früher wurde High Performance Computing hauptsächlich von großen Unternehmen, F&E-Anbietern und akademischen Einrichtungen genutzt, doch die Zeiten haben sich geändert. Inzwischen wird HPC auch in zahlreichen mittelständischen Unternehmen eingeführt. Dies ist der Verfügbarkeit preisgünstiger und offener Lösungen zu verdanken, die die teuren herstellerspezifischen Lösungen der Vergangenheit verdrängen. Alle genannten Faktoren tragen zu einer logischen Entwicklung bei: High Performance Computing reift von hoher Leistung zu hoher Produktivität.
SUSE Linux Enterprise Server – die Nummer eins für High Performance Computing
SUSE Linux Enterprise Server ist gleichbedeutend mit Hochleistungs-Linux auf 64-Bit- und Mainframe-Systemen. Seit 1993 tragen die SUSE-Techniker zur Entwicklung und Feinabstimmung des Linux-Kernels sowie zu den wesentlichen Technologien für die Kernel-Leistung bei.
Heutzutage schaffen Multi-Core-Prozessoren die Voraussetzungen für eine neue Marktdynamik beim High Performance Computing. Daher geben Unternehmen weltweit in diesem Bereich SUSE Linux Enterprise Server den Vorzug vor anderen Betriebssystemen.
SUSE Linux Enterprise Server avanciert durch zahlreiche Funktionen zur ersten Wahl: erweiterte Speicherverwaltung, Unterstützung neuer Prozessoren, einzigartige Leistung auf Systemen mit Multi-Core-Prozessoren, Native POSIX Thread Library (NPTL) und erweiterte Multipath- und E/A-Funktionen. RISC/UNIX-Systeme sind SUSE Linux Enterprise Server in puncto Leistung und Skalierbarkeit bei großen Serverimplementierungen deutlich unterlegen – sowohl auf Standard-Blades und -Servern als auch auf hochmodernen Mainframes.
SUSE Linux Enterprise Server wurde speziell für die Verarbeitung unternehmenskritischer Workloads im Data Center konzipiert. Der Lieferumfang beinhaltet Dateisysteme, die sich optimal für große Umgebungen eignen. Außerdem enthält SUSE Linux Enterprise Server die OpenFabrics Enterprise Distribution (OFED) 1.4, das am häufigsten verwendete Open Source-InfiniBand-Softwarepaket von der OpenFabrics Alliance. OFED 1.4 umfasst 10 Gigabit-Ethernet-Treiber und MPICH2 MPI-Bibliotheken. Mithilfe von SUSE Linux Enterprise Server können Sie Ihre Investitionen in eine Blade-Server-Infrastruktur mit höherer Datendichte optimal nutzen. Dadurch senken Sie den Zeitaufwand, die Kosten und die Komplexität, die mit der Bereitstellung von Verbindungen mit hoher Bandbreite für High Performance Computing verbunden sind.
Damit Kunden die Komplexität und das Risiko beim Kauf einer HPC-Clusterlösung senken können, beteiligt sich Novell am Programm Intel Cluster Ready. Das gemeinsam mit Hardware- und Software-Anbietern entwickelte Programm Intel Cluster Ready soll den Kauf, die Implementierung und die Verwaltung von HPC-Clustern vereinfachen. So können Sie sicher sein, dass SUSE Linux Enterprise Server von Novell viele der zertifizierten Intel Cluster Ready-Systeme unterstützt.
Echtzeit-Funktionen
Da von HPC-Systemen immer schnellere Antwortzeiten erwartet wurden, insbesondere in Umgebungen mit kritischen Anforderungen, kam die Frage nach Echtzeit-Funktionen für diesen Computingbereich auf. Linux mit Echtzeit-Funktionen wurde zunächst für militärische und wissenschaftliche Zwecke entwickelt. Mittlerweile benötigen jedoch auch Unternehmen wie z. B. Banken und Börsenhändler Unterstützung in Echtzeit. Des Weiteren sind Echtzeit-Funktionen für jene Unternehmen interessant, die Schwankungen der Antwortzeiten verhindern möchten, um eine höhere Leistung zu erzielen. Novell hat Zusatzmodule mit Echtzeit-Funktionen für SUSE Linux Enterprise entwickelt, durch die Endbenutzer mit entsprechendem Bedarf eine Antwort in Echtzeit erhalten. SUSE Linux Enterprise Real Time von Novell ist ein branchenübliches Linux-Betriebssystem mit Echtzeit-Funktionen, das speziell entwickelt wurde, um die Latenzzeit zu verkürzen und die Vorhersehbarkeit und Zuverlässigkeit zeit- und unternehmenskritischer Anwendungen zu erhöhen.
Die Bedeutung von Interoperabilität
In vielen Unternehmen bestehen so gut wie keine Grenzen mehr zwischen den Abteilungen für High Performance Computing und Unternehmens-IT. HPC-Systeme, die von ein paar Knoten bis hin zu Clustern mit Tausenden von Prozessoren reichen, müssen nun in denselben Umgebungen betrieben werden, in denen nicht nur Leistung, sondern auch Zuverlässigkeit, Support, Gesamtbetriebskosten und Produktivität eine Rolle spielen.
Führende HPC-Einrichtungen und IT-Abteilungen von Unternehmen haben sich auf demselben Weg getroffen – der zum Data Center der Zukunft führt. Dieses Data Center umfasst eine diversifizierte, aber interoperable Plattformumgebung, in der herstellerspezifische und offene Systeme parallel betrieben werden. Wichtige Anwendungen bestimmen die Anforderungen an Plattform und Architektur und zwingen Unternehmen zum gleichzeitigen Einsatz von herstellerspezifischen und Open Source-Lösungen in der HPC-Umgebung. Interoperabilität spielt in einer HPC-Umgebung eine wichtige Rolle, um Kosten zu senken, die künftige Nutzung von Investitionen in HPC- Infrastruktur zu gewährleisten und die Produktivität zu steigern. Novell und Microsoft ermöglichen durch die Interoperabilität von Linux und Windows eine einzigartige Produktivität in heterogenen HPC-Clusterumgebungen.
Da HPC-Cluster große Investitionen darstellen, kann der optimale Einsatz Ihrer derzeitigen Ressourcen zu erheblichen Einsparungen führen. Durch eine Dual-Boot-Funktion, d. h. die Verwendung desselben Clusters für zwei Betriebssysteme, erhalten Sie die Flexibilität eines zusätzlichen Clusters, ohne in weitere Hardware investieren zu müssen.
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