Evonik Industries Anwenderbericht

Evonik beschloss, seine SAP-Anwendungen von IBM AIX auf SUSE Linux Enterprise Server zu verlagern, um die Zuverlässigkeit und Leistung der unternehmenskritischen Systeme zu steigern. Innerhalb von nur zwölf Monaten gelang es dem Unternehmen, 150 SAP- Anwendungsserver auf SUSE Linux Enterprise Server zu migrieren, wobei das neue Betriebssystem auf Servern mit x86-Prozessoren eingesetzt wurde. Evonik konnte dadurch die Leistung enorm verbessern und beträchtliche Einsparungen bei Hardware- und Lizenzkosten erzielen. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen von integriertem Support für das Betriebssystem und die Anwendungen.

Die Herausforderung

Wie viele andere weltweit agierende Unternehmen verlässt sich auch Evonik auf SAP-Anwendungen, um unternehmenskritische Prozesse wie Finanzmanagement, Auftragswesen, Produktionsplanung, CRM und Business Intelligence zu verwalten. Bislang wurden diese SAP-Anwendungen in einer UNIX-Infrastruktur ausgeführt – unter Verwendung von IBM AIX auf IBM POWER-Servern. „Obwohl wir über ein gewisses Maß an Erfahrung mit Linux verfügten, hatte es in unserem Geschäftsbereich eher den Status eines Nischen-Betriebssystems“, erklärt Markus Sperzel, Teamleiter bei Evonik. „Als unter AIX Leistungsprobleme mit der Business Intelligence-Anwendung eines Drittanbieters auftraten, empfahl dieser uns die Umstellung auf Linux, und wir bemerkten gleich eine deutliche Verbesserung der Leistung. Dies warf für uns die Frage auf, ob der Einsatz von Linux sich vielleicht für unsere gesamte SAP-Umgebung lohnen würde.“ Evonik kam zu dem Schluss, dass Linux die Zuverlässigkeit und Leistung der unternehmenskritischen Anwendungen ver- bessern und gleichzeitig enorme Kosteneinsparungen mit sich bringen würde. Aus diesem Grund beschloss das Team, eine umfassende Bewertung von SAP unter Linux durchzuführen.

SUSE Lösung

Der erste Schritt bestand in der Auswahl einer Linux-Distribution, und Evonik entschied sich hierbei für SUSE Linux Enterprise Server. „SUSE war ursprünglich ein deutsches Unternehmen, und da es die in deutschen Firmen beliebteste Linux-Distribution ist, waren viele unserer IT-Mitarbeiter bereits mit diesem Betriebssystem vertraut“, so Sperzel. „SUSE Linux Enterprise Server ist zudem die von SAP bevorzugte Distribution, und SUSE und SAP arbeiten eng zusammen, um optimale Unterstützung für die Produkte des jeweils anderen zu bieten. Daher waren wir sicher, dass dies die richtige Linux-Distribution für unsere Umgebung ist.“ Zu Projektbeginn wurde zunächst die Leistung der SAP NetWeaver Business Warehouse- Anwendungen unter SUSE Linux Enterprise Server und auf HP BladeSystem- Servern getestet. Die dabei festgestellte deutliche Leistungssteigerung veranlasste das Unternehmen, auch die SAP ERP-Anwendungen zu testen. „Da die SAP ERP-Anwendungen den Kern unseres Unternehmens bilden, war dies ein entscheidender Test für Linux“, erklärt Sperzel. „Wir wussten, dass wir bei guten Testergebnissen ein schlagendes Argument für die Migration der gesamten SAPUmgebung auf SUSE Linux Enterprise Ser- ver in der Hand haben würden. Nach gründlichen Benchmark-Tests ergaben sich auch für SAP ERP-Anwendungen äußerst zufriedenstellende Resultate.“ Der Business Case für die Migration wurde von der Geschäftsführung abgesegnet, sodass das IT-Team das Projekt in Angriff nehmen konnte. Insgesamt wurden ca. 150 SAP-Anwendungsserver von AIX auf SUSE Linux Enterprise Server portiert, darunter mehr als 50 wichtige Produktionssysteme. Die Umstellung auf SUSE Linux Enterprise Server nahm nur zwölf Monate in Anspruch. „Als Nächstes planen wir die Migration der Oracle-Datenbankserver, die unsere SAPUmgebung unterstützen“, sagt Sperzel. „Für die nicht SAP-basierten Oracle-Datenbanken setzen wir SUSE Linux Enterprise Server bereits erfolgreich ein. Wir erwarten dieselben guten Resultate, wenn unsere gesamte SAP-Umgebung auf SUSE Linux Enterprise Server umgestellt ist.“

Die Ergebnisse

Die Migration auf SUSE Linux Enterprise Server, die sich zufällig mit einer umfassenden Kostensenkungsmaßnahme bei Evonik überschnitt, ermöglichte es der ITAbteilung, ihre Kostenziele zu erreichen. „Die Reduzierung der Kosten war zwar nicht der ursprüngliche Grund für die Migration, aber SUSE Linux Enterprise Server ist auf jeden Fall eine deutlich kosteneffizientere Plattform für SAP“, freut sich Sperzel. „Wir sparen nicht nur bei den Softwarelizenzkosten, sondern – was noch viel wichtiger ist – auch die Hardwarekosten sind deutlich geringer. Bei unserer alten Plattform waren wir auf teure proprietäre Servertechnologie angewiesen, jetzt können wir vergleichsweise günstige x86-Prozessoren nutzen.“ Aus Sicht der Benutzer ist die neue Plattform sehr viel leistungsstärker, insbesondere bei Analyse- und Reporting-Prozessen im SAP NetWeaver Business Warehouse- System. „In der Regel laufen unsere SAP NetWeaver Business Warehouse-Anwendungen unter SUSE Linux Enterprise Server deutlich schneller als auf unserer früheren UNIXPlattform“, so Sperzel. „In einigen Fällen hat sich die Leistung sogar um das Vier- bis Fünffache verbessert. Geschäftsbenutzer sind somit in der Lage, die gewünschten Analysen durchzuführen, und erhalten leich- ter als zuvor einen Einblick in die Unter- nehmensdaten.“ Durch Verwendung von SUSE Linux Enterprise Server mit Priority Support für SAPAnwendungen konnte Evonik zudem die Unterstützung für die SAP-Umgebung optimieren. Das IT-Team von Evonik verfügt nun über einen zentralen Zugriffspunkt für den technischen Support für SAP und SUSE Linux Enterprise Server. „Wenn in der SAP-Umgebung ein Problem auftritt, müssen wir uns nicht großartig den Kopf darüber zerbrechen, ob die Anwendung oder das Betriebssystem die Ursache ist. Wir wenden uns einfach an die zuständigen SAP-Mitarbeiter, die sich dann gemeinsam mit SUSE an die Behebung des Problems machen“, freut sich Sperzel. „Da die Plattform zudem unglaublich zuverlässig ist, haben unsere schlaflosen Nächte endlich ein Ende.“

Auf einen Blick

Evonik ist einer der führenden Chemiekonzerne der Welt

Branche

Chemicals

Standort

Germany

Ergebnisse
  • Bessere Leistung: Einige SAP-Anwendungen laufen unter SUSE Linux Enterprise Server vier- bis fünfmal schneller
  • Niedrigere Hardwarekosten durch die Umstellung von proprietären Systemen auf x86-Plattformen
„Wenn in der SAP-Umgebung ein Problem auftritt, müssen wir uns nicht großartig den Kopf darüber zerbrechen, ob die Anwendung oder das Betriebssystem die Ursache ist. Wir wenden uns einfach an die zuständigen SAP-Mitarbeiter, die sich dann gemeinsam mit SUSE an die Behebung des Problems machen. „Da die Plattform zudem unglaublich zuverlässig ist, haben unsere schlaflosen Nächte endlich ein Ende.“
MARKUS SPERZEL
Team Manager, Systems Management Department
Evonik
Info

Evonik Industries ist einer der führenden Chemiekonzerne der Welt und verfügt über Standorte in mehr als 100 Ländern. Im Jahr 2010 erwirtschafteten über 34.000 Mitarbeiter einen Umsatz von 13,3 Mrd. US-Dollar.

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