Deutsche Rentenversicherung Anwenderbericht

Aufgrund gesetzlicher Anforderungen war die Deutsche Rentenversicherung (DRV) gezwungen, die Verwaltungskosten um 10 Prozent zu senken.

Die IT-Abteilung Baden-Württemberg war aufgefordert, Wege zur Einsparung beträchtlicher Summen zu finden. Mit der DRV Knappschaft-Bahn-See wurde in zwei Rechenzentren die Migration der bestehenden z/OS-Systeme auf SUSE Linux Enterprise Server für z Systems und die Konsolidierung von Standalone-Servern auf die Mainframe-Plattform durchgeführt. Hierdurch wurde die Kosteneffizienz gesteigert und die DRV Teams sind nun auf dem besten Wege, die gesetzten Ziele zu erreichen.

Die Herausforderung

Um die gesetzlichen Vorgaben zu erreichen, war die DRV gezwungen, die Verwaltungskosten um 10 Prozent zu senken. Da die wichtigsten Prozesse des Unternehmens bereits höchst effizient abliefen, mussten weitere Bereiche für mögliche Einsparungen gefunden werden. „Uns war schnell klar, dass unsere IT-Infrastruktur einen Ansatzpunkt für Sparmaßnahmen darstellte", führt Falk- Oliver Bischoff, IT-Leiter der DRV Baden-Württemberg, aus. „Die Lizenz- und Wartungskosten für unsere CICS-COBOL-Anwendungen unter IBM z/OS waren hoch." Gleichzeitig führte das Unternehmen Anwendungen unter SUSE Linux Enterprise Server auf Standalone-Intel-Servern aus.

„Der Einsatz zahlreicher Server führt zu unnötigem Platz- und Stromverbrauch in unserem Data Center", so Hartmut Hackert, IT-Leiter der DRV Knappschaft-Bahn-See. „Aufgrund der heterogenen Umgebung benötigten wir außerdem unterschiedliche Entwicklungsplattformen – nicht gerade eine effiziente Lösung."

SUSE Lösung

Die DRV entschied sich für den Einsatz der Integrated Facility for Linux (IFL) auf ihrem bestehenden IBM z Systems-Mainframe. Dadurch konnte auf Linux-Umgebungen umgestellt werden, die bedeutend weniger Kosten verursachen als die bestehenden z/OS-Umgebungen. Außerdem erhofft sich das IT-Team durch eine Konsolidierung der Standalone-Linux-Server auf den Mainframe weitere Einsparungen.

„Wir setzen schon seit Jahren die Linux-Angebote von SUSE ein. Daher fiel uns die Entscheidung für SUSE Linux Enterprise Server für z Systems auch bei diesem Projekt leicht", sagt Bischoff. „SUSE ist ein Unternehmen mit Visionen, das neue Produkte zur effizienteren Gestaltung unserer IT-Umgebung entwickelt."

Aufgrund der Größe und der Komplexität der Anwendung startete die DRV einen auf zwei Jahre ausgerichteten Machbarkeitsnachweis zur Evaluierung des Nutzens einer Migration auf SUSE Linux Enterprise Server für z Systems.

„Wir haben uns angesehen, wie einfach wir unsere Anwendungen von z/OS auf SUSE Linux Enterprise Server für z Systems portieren konnten, und führten Leistungstests durch", erklärt Bischoff. „Diese Tests versprachen eine bedeutende Verbesserung beim Preis-Leistungs-Verhältnis, und somit entschieden wir uns für die Migration."

Entwicklungsteams der DRV-Versicherungsträger in Baden-Württemberg, Hessen und Saarland sowie der Knappschaft-Bahn-See in Bochum analysierten gemeinsam mit Consultants von IBM 3,5 Millionen Zeilen COBOL-Code in 2.500 Anwendungen und portierten diese auf SUSE Linux Enterprise Server für z Systems.

„IBM Global Business Services war von Anfang an in die Migration der Anwendungen auf Linux involviert", betont Olaf Senger, Project Manager, IBM Global Business Services. „IBM entwickelte außerdem Tools für die Linux-Umgebung und führte Schulungen für die Mitarbeiter unseres Kunden durch. Dabei konnten wir uns auf die Linux-Erfahrung stützen, die wir in unserem Forschungsstandort in Böblingen gesammelt haben."

Die DRV betreibt nun bestehende Anwendungen auf SUSE Linux Enterprise Server für z Systems an den Standorten in Würzburg und Bochum.

„Der Betrieb unsere Applikationen auf SUSE Linux Enterprise for Server z gibt uns eine adäquate Plattform, um zusätzliche Server zu konsolidieren – hauptsächlich für unsere standalone Linux Server, aber auch, falls möglich, für geeignete Applikationen unserer Client/Server Umgebung. Wir sparen nicht nur Kosten für Stellplatz, Belüftung und Strom, sondern profitieren zudem von der zentralen Verwaltung dieser Systemumgebungen über einen einzigen Computer."

Die Ergebnisse

„Durch die Migration unserer Anwendungen von z/OS auf SUSE Linux Enterprise Server für z Systems ergaben sich Kostensenkungen", so Bischoff. „Und all das, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen!"

Die Einsparungen werden durch die niedrigeren Lizenz- und Supportkosten von SUSE Linux Enterprise Server für z Systems und den Einsatz kosteneffizienter System-z IFL-Prozessoren erreicht. So leistet die IT-Abteilung einen maßgeblichen Beitrag dazu, dass die Kosten der DRV tatsächlich um 10 Prozent reduziert werden können. „Wir integrieren zur Zeit Linux Dienste in die Systemumgebung unseres Netzwerkes" sagt Bischoff. „Dabei profitieren wir zusätzlich von Werkzeugen wie zum Beispiel dem unternehmensweit verfügbaren Metadirectory, das auf dem eDirectory von Novell basiert, und den zentralisierten Patchmanagement Fähigkeiten."

Außerdem verfolgen wir das Ziel einer verstärkten Ausrichtung auf Open Source" so Hackert. „Wir können diese Plattform sowohl für die Ablösung bestehender als auch für die Aufnahme neuer Client/Server- Anwendungen nutzen."

Die DRV weiß außerdem die Flexibilität und die offene Struktur von Linux zu schätzen. „Junge Mitarbeiter, die direkt von der Universität zu uns kommen, sind mit Linux weitaus besser vertraut als mit z/OS-Umgebungen", erläutert Bischoff. „Wir besitzen nun die Kombination eines klassischen Mainframe-Systems mit einer modernen Client/Server-Architektur." Die DRV ist nun optimal für zukünftige Herausforderungen im Bereich IT gerüstet.

„SUSE ist in der Lage Kontinuität für und Interoperabilität mit bestehenden Systemen sowie die Einhaltung aktueller Standards und Offenheit für zukünftige Technologien zu gewährleisten", erklärt Hackert. „Daher sind wir in der Lage, bestehende Systeme bei minimalen Risiken zu integrieren, wodurch sich bedeutende Einsparungen ergeben."

Auf einen Blick

Deutsche Rentenversicherung

Branche

Insurance

Standort

Germany

Ergebnisse
  • Beitrag zur Verringerung der Unternehmens-TCO um 10 Prozent durch Migration auf SUSE Linux Enterprise Server für z Systems
  • Konsolidierung von Standalone-Servern, Steigerung der Energieeffizienz und Senkung der Hardwarekosten
  • Schaffung einer offeneren Plattform für zukünftige Softwareentwicklung
„Durch die Migration unserer Anwendungen von z/OS auf SUSE Linux Enterprise Server für z Systems ergeben sich Kostensenkungen und neue Möglichkeiten für zukünftige Anwendungen—und all das, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen!"
Falk-Oliver Bischoff
IT-Leiter
Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
Info

Die DRV Baden-Württemberg ist einer von 18 Trägern der staatlichen Rentenversicherung in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt 3.600 Mitarbeiter und ist für die Altersvorsorge der gesamten arbeitenden Bevölkerung von Baden-Württemberg (mehr als 3,3 Millionen Menschen) zuständig.

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