21.4 Fehlersuche

Alle Fehler- und Alarmmeldungen werden in der Datei /var/log/messages protokolliert. In den folgenden Abschnitten werden die häufigsten Probleme behandelt.

21.4.1 ACPI mit Hardware-Unterstützung aktiviert, bestimmte Funktionen sind jedoch nicht verfügbar

Falls Probleme mit ACPI auftreten, überprüfen Sie, ob die Ausgabe von dmesg ACPI-spezifische Meldungen enthält. Führen Sie hierzu das Kommando dmesg|grep -i acpi aus.

Zur Behebung des Problems kann eine BIOS-Aktualisierung erforderlich sein. Rufen Sie die Homepage Ihres Notebookherstellers auf, suchen Sie nach einer aktualisierten BIOS-Version und installieren Sie sie. Bitten Sie den Hersteller, die aktuellsten ACPI-Spezifikationen einzuhalten. Wenn der Fehler auch nach der BIOS-Aktualisierung noch besteht, gehen Sie wie folgt vor, um die fehlerhafte DSDT-Tabelle im BIOS mit einer aktualisierten DSDT zu ersetzen:

Aktualisieren der DSDT-Tabelle im BIOS

Für die nachstehende Prozedur müssen die folgenden Pakete installiert sein: kernel-source, pmtools und mkinitrd.

  1. Laden Sie die DSDT für Ihr System von der Seite http://acpi.sourceforge.net/dsdt/index.php herunter. Prüfen Sie, ob die Datei dekomprimiert und kompiliert ist. Dies wird durch die Dateinamenserweiterung .aml (ACPI Machine Language) angezeigt. Wenn dies der Fall ist, fahren Sie mit Schritt 3 fort.

  2. Wenn die heruntergeladene Tabelle stattdessen die Dateinamenserweiterung .asl (ACPI-Quellsprache) aufweist, kompilieren Sie sie mit dem folgenden Kommando:

    iasl -sa file.asl
  3. Kopieren Sie die (resultierende) Datei DSDT.aml an einen beliebigen Speicherort (/etc/DSDT.aml wird empfohlen).

  4. Bearbeiten Sie /etc/sysconfig/kernel und passen Sie den Pfad zur DSDT-Datei entsprechend an.

  5. Starten Sie mkinitrd. Immer wenn Sie den Kernel installieren und mkinitrd verwenden, um eine initrd-Datei zu erstellen, wird die bearbeitete DSDT beim Booten des Systems integriert und geladen.

21.4.2 CPU-Frequenzsteuerung funktioniert nicht

Rufen Sie die Kernel-Quellen auf, um festzustellen, ob der verwendete Prozessor unterstützt wird. Möglicherweise ist ein spezielles Kernel-Modul bzw. eine Moduloption erforderlich, um die CPU-Frequenzsteuerung zu aktivieren. Wenn das kernel-source-Paket installiert ist, finden Sie diese Informationen unter /usr/src/linux/Documentation/cpu-freq/*.

21.4.3 Suspend und Stand-by funktionieren nicht

ACPI-Systeme können Probleme mit dem Stromspar- und Standby-Modus haben, wenn die DSDT-Implementierung (BIOS) fehlerhaft ist. Aktualisieren Sie in diesem Fall das BIOS.

Beim Versuch fehlerhafte Module zu entladen, reagiert das System nicht mehr oder das Suspend-Ereignis wird nicht ausgelöst. Dies kann auch dann passieren, wenn Sie keine Module entladen oder Dienste stoppen, die ein erfolgreiches Suspend-Ereignis verhindern. In beiden Fällen müssen Sie versuchen, das fehlerhafte Modul zu ermitteln, das den Energiesparmodus verhindert hat. Die Protokolldatei /var/log/pm-suspend.log enthält ausführliche Informationen über die einzelnen Vorgänge und mögliche Fehlerursachen. Ändern Sie die Variable SUSPEND_MODULES in /usr/lib/pm-utils/defaults, um problematische Module vor einem Suspend- oder Standby-Vorgang zu entladen.