Die Bosch Gruppe richtet ihre Strategie an digitalen Transformationsprozessen aus und konzentriert sich auf innovative, servicebasierte Geschäftsmodelle und das Internet der Dinge (IoT). Um neue Services anbieten zu können, musste das Unternehmen neue Geschäftsanwendungen integrieren, die Echtzeitanalysen unterstützen. Dafür implementierte Bosch die SAP HANA In-Memory-Datenbank mit SUSE Linux Enterprise Server für SAP-Anwendungen, um die Automatisierung und Produktivität zu steigern.

Überblick

Die Bosch Gruppe (Robert Bosch GmbH) ist ein weltweit führender Anbieter von Technologie und Dienstleistungen mit Hauptsitz in Stuttgart. Das Unternehmen bietet Lösungen in vier Geschäftsbereichen: Mobilität, Industrietechnologie, Konsumgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Bosch beschäftigt über 400.000 Mitarbeiter in 60 Ländern und setzt jährlich 78,1 Mrd. Euro um.

Um weiterhin innovative Produkte für eine zunehmend vernetzte Welt zu liefern, konzentriert sich Bosch auf das Internet der Dinge (IoT) und entwickelt IoT-Lösungen für intelligente Haushalte, Städte, vernetzte Mobilität und Industrie 4.0.

Die Herausforderung

EINE VERNETZTE ZUKUNFT
Bosch nutzt die Vorteile der digitalen Transformation in allen Branchen mit dem Ziel, auf seinen hochwertigen Lösungen aufzubauen und sein Angebot mit neuen, digitalen Services zu erweitern. Dr. Elmar Pritsch, CIO der Bosch Gruppe, sagt: „Die Bedeutung von IT-Lösungen nimmt in der vernetzten Welt weiter zu, da sie zu einem wesentlichen Bestandteil der Produkte und der damit verbundenen Services werden. Aus diesem Grund haben wir unsere interne IT-Abteilung in den letzten Monaten systematisch neu ausgerichtet. Früher kam es uns in erster Linie auf eine effiziente interne IT-Infrastruktur an, aber heute konzentrieren wir uns mehr auf die Weiterentwicklung der digitalen Geschäftsmodelle, die von Bosch entwickelt wurden.“

VORBEREITUNG AUF EINE STÄRKERE IT-INTEGRATION
Da die IT in der Geschäftsstrategie von Bosch im Bereich neuer digitaler Services eine immer wichtigere Rolle spielt, musste sich der IT-Bereich an
neue Herausforderungen anpassen und die Möglichkeit erhalten, innovative Technologielösungen flexibler anzubieten. Die neuen Online-Services müssen in die Kerngeschäftsprozesse und Stammdaten integriert werden, die in ERP-Systemen gespeichert sind. Dazu musste die IT-Abteilung die Grundlagen schaffen, die es dem Unternehmen ermöglichen würden, vernetzte Lösungen anzubieten, die schnell und nahtlos mit Geschäftsanwendungen interagieren können.

Volker Fischer, Senior Manager Server Services AIX und SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications bei der Bosch Gruppe, erläutert: „Wir wollten alle unsere Geschäftsbereiche dabei unterstützen, innovative Geschäftsmodelle für die Zukunft zu entwickeln, ihre neuen Angebote einfach in bestehende ERPSysteme zu integrieren und fortschrittliche neue Datenanalysetools zu nutzen. Dazu mussten wir unsere Infrastruktur mit den neuesten Technologien wie der integrierten SAP HANA-Datenbank aktualisieren. Darüber hinaus mussten wir zur Vorbereitung auf unsere umfassendere Transformationsinitiative bei Bosch auch die Skalierbarkeit unserer Infrastruktur verbessern.“

„Der SUSE Support ist unübertroffen. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen SUSE, SAP und IBM erhalten wir schnelle und umfassende Antworten vom Supportteam und können unsere Systeme zuverlässig betreiben.“

SUSE Lösung

EINSATZ VON SAP HANA AUF IBM POWER SYSTEMS
Bosch führt alle SAP-Anwendungen zentral aus, um die IT-Operationen für seine Kerngeschäftssysteme zu optimieren. Das bedeutet auch, dass alle Niederlassungen weltweit auf die Verfügbarkeit der zentralen SAP-Anwendungen angewiesen sind, um arbeiten zu können. Angesichts der wachsenden Bedeutung der IT benötigt das Unternehmen zuverlässige Prozesse, um die Geschäftskontinuität für alle Systeme, einschließlich der neuen SAP HANA-Datenbanken, sicherzustellen.

Bosch hatte bereits praktische Erfahrungen mit SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications gesammelt, da 100 derartige Systeme für SAP Business. Warehouse Accelerator ausgeführt wurden. Als sich die Geschäftsbereiche nach SAP HANA erkundigten, beschloss das
Team, IBM Power Systems als zuverlässige Infrastrukturplattform zu verwenden. Dies würde es auch ermöglichen, die SAP HANA-Instanzen mit den wichtigsten SAP ERP-Anwendungsservern auf einer gemeinsamen Plattform auszurichten. Das Unternehmen prüfte die verfügbaren Optionen und entschied sich schnell für SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications auf IBM Power Systems.

Volker Fischer erklärt: „Mit SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications als führendem Betriebssystem für SAP HANA, insbesondere auf IBM Power Systems, war es ein Leichtes, alle unsere internen Kunden mit ins Boot zu holen. Und da wir SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications auf x86-Servern bereits seit vielen Jahren einsetzen, waren wir überzeugt, dass die herausragende Stabilität und Zuverlässigkeit dieses Betriebssystems – das speziell für SAP-Software optimiert ist – uns dabei helfen würde, unser Service-Portfolio zu erweitern und gleichzeitig den Verwaltungsaufwand gering zu halten.“

NUTZUNG EINES MASSGESCHNEIDERTEN BETRIEBSSYSTEMS
SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications ist ein Betriebssystem, das gemeinsam von SAP und SUSE entwickelt und von SAP auf verschiedenen Plattformen, einschließlich IBM Power Systems, validiert und zertifiziert wurde. Ein dedizierter SUSE Update-Kanal gewährleistet, dass alle Patches, Fixes und Updates gründlich auf ihre reibungslose Funktion mit SAP-Anwendungen getestet wurden, um die bestmögliche Leistung und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Insbesondere der dedizierte Update-Kanal hilft, potenzielle Serviceunterbrechungen zu vermeiden, sodass Unternehmen Patches ohne Bedenken hinsichtlich einer Beeinträchtigung der Stabilität ihrer wichtigsten Systeme aufspielen können.

Darüber hinaus hat SUSE in Zusammenarbeit mit SAP eine Reihe von Optimierungen speziell für SAP-Software entwickelt. Beispielsweise hat SUSE exklusiv für SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications das Page Cache Management entwickelt, damit Benutzer volle Kontrolle über das Seiten-Caching haben. Mit dem Kernel-Parameter zur Begrenzung des Seitencache kann Bosch ein leistungsoptimiertes Betriebssystem bereitstellen und unternehmenskritische SAP-Anwendungen jederzeit schnell ausführen.

Während der einfachen Installationsroutine wendet das Betriebssystem automatisch auch Best-PracticePerformance-Konfigurationen für SAP HANA-Systeme an. SUSE arbeitet zudem weiterhin an der Verbesserung der Sicherheit, einschließlich Techniken zur Optimierung der Sicherheit von In-Memory-Systemen. SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications enthält ein umfassendes Sicherheitspaket zum Schutz von SAP HANA-Systemen vor allen Arten von Sicherheitsvorfällen.

BEREITSTELLUNG EINER KOMPLETTLÖSUNG
Die Leistungsfähigkeit der SUSE Lösungen wird auch dadurch unterstrichen, dass zwar die Mehrheit der mehr als 1000 SAP-Systeme von Bosch derzeit andere Betriebssysteme und Datenbanken verwenden, die 80 SAP HANA-Datenbanken des Unternehmens jedoch ausschließlich auf SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications auf IBM Power Systems ausgeführt werden. Um die Anforderungen an die Leistung neuer Services zu erfüllen, die durch IoT-Lösungen und das wachsende Interesse an Echtzeitdatenverarbeitung möglich werden, interessieren sich immer mehr Geschäftsbereiche bei Bosch für die integrierte SAP HANADatenbank. Volker Fischer bestätigt: „Derzeit verfügen wir über 16 große IBM Power Systems E880-Server, auf denen SAP HANA ausgeführt wird. Mithilfe der IBM PowerVM-Virtualisierung führen wir SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications und das IBM AIXBetriebssystem parallel auf derselben Plattform aus, um unsere Kenntnisse über die Verwaltungsinfrastruktur und die Plattform wirksam einzusetzen und unsere Ressourcen effizient zu nutzen.“

Dank dieser flexiblen Virtualisierungslösung hat Bosch die freie Wahl, wo seine SAP HANA-Datenbanken ausgeführt werden sollen, und kann die Ressourcenauslastung maximieren. Das Unternehmen kann außerdem Ausfallzeiten vermeiden, indem Systeme bei Bedarf einfach von einem physischen Server auf einen anderen verschoben werden, z. B. während einer geplanten Serverwartung oder bei Upgrades von Hardware-Infrastrukturkomponenten.

Ein weiterer Grund für die Entscheidung von Bosch für SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications war die nahtlose Integration mit SUSE Manager, einer IT Infrastrukturmanagementlösung, die Bosch durch die Optimierung und Automatisierung von Systemadministrationsaufgaben dabei unterstützt, seine Server auf dem neuesten Stand zu halten.

Um internen Kunden bei Bedarf maximale Geschäftskontinuität bieten und ungeplante Ausfallzeiten minimieren zu können, installierte das Team außerdem SUSE Linux Enterprise High Availability Extension, das in SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications enthalten ist. SUSE Linux Enterprise High Availability Extension basiert auf ausgereiften, branchenführenden Open Source-Technologien für Hochverfügbarkeits-Clustering und ermöglicht die einfache und schnelle Einrichtung von SAP HANA-Clustern. Es vereinfacht das Cluster-Management und bietet eine grafische Bedienoberfläche für die benutzerfreundliche Überwachung der Cluster-Umgebung. Sollte ein Geschäftsbereich dies wünschen, kann Bosch nun problemlos eine vollständige Hochverfügbarkeitslösung für SAP HANA bereitstellen.

Die Ergebnisse

VORTEILE DANK TOP-LEISTUNG UND -SUPPORT
Durch die Wahl von SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications zur Ausführung von SAP HANA auf IBM Power Systems profitiert Bosch von einer erfolgreichen Partnerschaft zwischen drei großen IT-Anbietern. Volker Fischer erklärt: „Der SUSE Support ist unübertroffen. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen SUSE, SAP und IBM erhalten wir schnelle und umfassende Antworten vom Supportteam und können unsere Systeme zuverlässig betreiben. Darüber hinaus bietet uns die Integration von SUSE Extended Support Pack Overlay Support zusätzliche Sicherheit gegen kritische Schwachstellen und hilft uns, die langfristige Planung unserer IT-Infrastruktur zu vereinfachen, um die Stabilität unserer Implementierungen zu erhöhen.“

Zur Optimierung des Serverbetriebs wollte Bosch SUSE Manager ebenfalls auf IBM Power Systems implementieren. Volker Fischer bestätigt: „Es war wichtig für uns, die Managementlösung auf derselben Plattform auszuführen wie unsere SAP HANA-Datenbanken. SUSE war sehr flexibel und stellte SUSE Manager schnell auf IBM Power Systems bereit, sodass wir unsere vorhandene Infrastruktur optimal nutzen konnten.“

ZEITERSPARNIS DURCH INTEGRIERTES MANAGEMENT
Dank der einfachen Benutzeroberfläche und der umfassenden Funktionen kann Bosch mit SUSE Manager viele routinemäßige Systemadministrationsaufgaben automatisieren.

Volker Fischer erklärt: „SUSE Manager hat einen erheblichen Einfluss auf die Arbeitslast unseres Administrationsteams. Nach der Einführung von SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications haben wir SUSE Manager nicht sofort verwendet. Die manuelle Arbeitslast, um unsere 100 Instanzen auf dem neuesten Stand zu halten, war enorm: Ein Mitglied unseres Teams arbeitete fast ausschließlich an routinemäßigen Verwaltungs- und Patching-Aufgaben. Im Zuge unserer Umstellung auf SAP HANA haben wir auch SUSE Manager mit einer einzigen Installation implementiert, die sowohl unsere physischen Server auf x86 als auch unsere virtualisierten Systeme in logischen Partitionen auf IBM Power Systems integriert. Mit SUSE Manager haben wir heute die Anzahl der Instanzen verdoppelt, aber den Zeitaufwand für die Verwaltung der Systeme erheblich reduziert. Dadurch werden Ressourcen freigesetzt, die wir nutzen können, um unseren internen Kunden Mehrwert zu bieten und unsere Services zu erweitern, anstatt einfach nur den Betrieb aufrechtzuerhalten.“

Durch die Automatisierung des Systemmanagements für SAP HANA kann Bosch ohne Einschränkungen über die Zukunft seiner 1000 SAP-Systeme entscheiden, da das bestehende IT-Team die Betriebsprozesse problemlos auf viele weitere SAP HANA-Systeme skalieren kann.

MEHR FLEXIBILITÄT BEI DER OPTIMIERUNG VON ABLÄUFEN
Durch den Einsatz von SAP HANA mit SUSE Linux Enterprise Server for SAPApplications auf IBM Power Systems kannBosch je nach Geschäftsanforderungen Scale-Up- und Scale-Out-Konfigurationen kombinieren. Das Unternehmen betreibt Scale-Up-Umgebungen mit bis zu 8 TB und Scale-Out-Lösungen mit bis zu fünf Knoten und 5 TB pro Knoten.

Bosch hat SUSE Linux Enterprise Live Patching für IBM Power Systems bereits evaluiert und plant, es bald in Betrieb zu nehmen. Volker Fischer merkt an: „SUSE war der erste Anbieter von Linux Live Patching für IBM Power Systems. Wir haben es getestet, um die Verfügbarkeit we i te r z u m a x i m i e re n u n d d i e Geschäftskontinuität zu verbessern. Wir planen, diese brandneue, hochmoderne Funktion in der Produktionsumgebung zu nutzen. So können wir Patches auf den Linux-Kernel aufspielen, ohne unsere Systeme neu starten zu müssen. Gleichzeitig können wir sicherstellen, dass unsere Anwendungen reibungslos ausgeführt werden, um einer Bereitstellung ohne Ausfallzeiten noch näher zu kommen.“

Durch die Implementierung von SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications auf IBM Power Systems hat Bosch eine stabile Plattform für die Zukunft geschaffen. Volker Fischer fasst zusammen: „SUSE ist ein sehr wertvoller Partner für uns. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen SUSE, SAP und IBM können wir jetzt schnell auf neue Geschäftsanforderungen reagieren. Da unsere Strategie darin besteht, immer mehr digitale Services hinzuzufügen und unsere Produkte in IoT-Lösungen zu integrieren, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir mit SUSE Linux Enterprise Server for SAP Applications auf IBM Power Systems auf diese Echtzeitanalyse- und Wachstumsherausforderungen vorbereitet sind.“

Mit Blick auf das große Ganze erklärt Dr. Elmar Pritsch: „IT ist ein wesentlicher Bestandteil der Produkte und Dienstleistungen von morgen. Digitale Geschäftsmodelle erfordern eine ITInfrastruktur, die gleichermaßen leistungsstark, skalierbar, offen und sicher ist.“